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Wetterschutz und Energielieferant dank modernster Solartechnik Ein Dach über dem Kopf ist für uns selbstverständlich. In den Anfangsjahren der Photvoltaik montierte man auf bestehende Dächer Solarpanelen, um die einströmenden Strahlen in Strom umwandeln zu können. Sinnvoller ist es, wenn das Dach selbst zum Sonnenstrom-Lieferanten wird. In Möriswil, Kanton BE, auf dem Bio-Landwirtschaftsbetrieb der Familie Kaspar Herrmann und Maria Salzmann, ist auf einem denkmalgeschützten Objekt eine Vorzeige-Indachsolaranlage installiert worden. Dies bot Anlass, diese am 21. August 2010 einem interessierten Publikum vorzustellen. Solarobjekte in der Schweiz geniessen hohes Ansehen Gallus Cadonau, Geschäftsführer der Solarangentur, Zürich, unterstrich bei seiner Begrüssung die Bedeutung einer harmonischen Abstimmung zwischen „Denkmalschutz“ und der Anwendung „erneuerbarer Energien“. Die perfekte Indachanlage in Möriswil erfüllt diese Anforderungen. Er wies darauf hin, dass ein solches Objekt unbedingt für den schweizerischen Solarpreis angemeldet werden soll. Im Hinblick auf die diesjährige Preisverleihung vom 3. September 2010 in der Messe Zürich erwähnte er, dass sich für die Vorzeigeobjekte in der Schweiz namhafte Persönlichkeiten wie der weltbekannte Architekt Norman Forster und Bertrand Piccard. Kanton Bern an vorderster Energiefront Ulrich Nyffenegger, Leiter Energie, Amt für Umweltkoordination und Energie des Kantons Bern AUE, kennt die Solarbranche aus eigener langjähriger Erfahrung vor seinem Übertritt in die Dienste der kantonalen Verwaltung. Aufgrund der weltweit feststellbaren Probleme rings um das Thema „Energie“ wie: CO2-Ausstoss, Klimaveränderung, Verknappung der fossilen Ressourcen, stellte Nyffenegger die Frage in der Raum: Was treibt uns an? Dadurch hat er der energetischen Fragestellung auf den Punkt gebracht. Die Energiezukunft gehört den erneuerbaren Energien, wobei zunächst das Sparpotenzial mittels einer verbesserten Energieeffizienz auszunützen ist. Im Wärmebereich ortet er im Kanton Bern mittels Gebäudesanierungen – bessere Wärmedämmungen stehen im Zentrum – ein grosses Sparpotenzial, da jedes 3. Haus besser gedämmt werden sollte. Entsprechende Anstrengungen, nicht zuletzt über das Gebäudeprogramm des Bundes, könnten pro Jahr rund 500 Mio. Liter Erdöl einsparen, was einem Betrag – der zurzeit aus Bern abfliesst – von rund 500 Mio. CHF entspricht. Die erforderliche Energie für den Wärmebedarf kann im Kanton Bern mit Holz, Biomasse und Wärmepumpen zu einem wesentlichen Teil gedeckt werden. Das grösste Potenzial – kein zusätzlicher Flächenbedarf – ortet er langfristig bei der Solarenergie. 4 m2 Kollektorfläche auf einem Dach pro Person kann den Wärmebedarf zwischen 1/3 und ½ abdecken. Die Verfügbarkeit der Sonnenenergie erläuterte Nyffenegger eindrücklich mit dem Vergleich, dass die Sonneneinstrahlung auf die Fläche des Neuenburgersees dem gesamten Energiebedarf der Schweiz entspricht.  Diversifizierter Bio-Betrieb Das Ehepaar Kaspar Herrmann und Maria Salzmann bewirtschaften eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 1f2 ha. Der Betrieb ist nach den Richtlinien der BioSuisse zertifiziert. Produziert wird Dinkel, Hafer, Leinöl und Raufutter sowie Eier, Lamm- und Pouletfleisch. Zum Betrieb gehören 6 ha Wald. Die Familie engagiert sich weiter um die Erhaltung von Hochstammobstbäumen. MegaSlate®II Solardachsystem Christian Renken von der Firma 3S Swiss Solar Systems AG, eine Firma, welche mit der Firma Meyer Burger fusioniert hat, erläuterte die neuste Generation des Solardachsystems, welche auf dem Landwirtschaftsgut von Kaspar Herrmann installiert worden ist. Zentrale Aussage: Witterungsschutz und Stromproduktion in einem, konkret: Solares Baumaterial für die Dachdeckung. Die rahmenlosen Solarlaminate, perfekt wie herkömmliche Dachziegel geschindelt verlegt, sind ästhetisch ansprechend, trotzen Hageleinschlägen und erbringen einen hohen Energieertrag, welcher über die Jahre kaum abnimmt. Auch der Brandschutz, Sicherheitsfragen insgesamt, können mit dem System bestens gelöst werden. Dachdecker als Energiefachmann Michael Baur, Juniorchef der Firma Baur & Co. In Säriswil, gehört zu einer neuen Generation von Dachdeckern. Er kombiniert die Kenntnisse – mit entsprechenden höheren Ausbildungen – auf den Gebieten der bisher bekannten Bedachungstechniken, mit denjenigen der Spenglerei unter Einbezug energetischer Anforderungen. Auf der Visitenkarte steht bereits das Wort: Solarstrom. Erkenntnisse Der Kanton Bern verfügt wie kein anderer Kanton in der Schweiz über einmalig prächtige Bauernhäuser. Viele stehen unter Schutz. Das „Objekt Herrmann“ kann dazu dienen, andere zu ermuntern, auch in denkmalgeschützten Gebäuden eine Photovoltaikanlage zu installieren. Der Zeitpunkt anlässlich einer Dachsanierung ist dabei besonders vorteilhaft. Eine Anmeldung bei der KEV – auch wenn eine lange Warteliste besteht – wird empfohlen. Da der produzierte Strom auf jeden Fall abgenommen werden muss, lohnt es sich, alternative Absatzkanäle, welche höhere Preise als die Minimaltarife der Werke bezahlen, zu suchen. Steuerliche Vorteile sind bei den Berechnungen einzubeziehen. Zentral ist der rechtzeitige Zuzug ausgewiesener Fachleute, sei es bezüglich der Lieferanten der Solarmodule, der Wechselrichter und aller anderen benötigten Materialien und Einrichtungen und die Beauftragung einer Installationsfirma, welche über das spezifische Know-how verfügt und mit dem Hersteller/Lieferant gut vernetzt ist.
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