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Solarbauern
 
 


Frage: Kann ich als Landwirt mithelfen bei der Installation?

Antwort:
Eigenleistungen sind mit der zuständigen Firma abzusprechen. Grundsätzlich sollen alle Arbeiten nur unter der Aufsicht von Solarfachleuten vorgenommen werden. Von "Basteleien" mit "Do-it-Kits" ist abzuraten. Die Anlage ist nur so gut, wie der schwächste Teil in der Kette.
Hilfen beim Transport und bei gewissen Arbeiten auf dem Dach sind durchaus sinnvoll. Die Abgrenzung der Arbeiten ist klar festzulegen, nicht zuletzt aufgrund von Garantiefragen.

Frage: Mit wem muss ich alles zusammenarbeiten?

Antwort:
Zunächst ist es ratsam, sich durch eine Fachfirma technisch beraten zu lassen. Was ist aufgrund der vorhandenen haus- und gebäudetechnischen Einrichtungen, der Bausubstanz, der Lage des Hauses, des Daches, der an einem Ort herrschenden Sonnenscheindauer usw. sinnvoll und machbar. Was kann von vorhandenen Einrichtungen, wenn überhaupt, noch und dann wie genutzt werden? Welche Leistungen sollen installiert werden? Was soll damit betrieben werden? (Warmwasser, Heizungsunterstützung, Heutrocknung, Stromproduktion).
Neben der sauberen technischen Abklärung soll man sich frühzeitig eine Offerte erstellen lassen. Diese muss alle Komponenten und Arbeiten umfassen, so auch diejenigen, welche bei einer Stromroduktion mit dem Anschluss ans Netz verbunden sind. Sichern Sie sich dergestalt ab, dass Sie hernach nicht Zusatzrechnungen erhalten. Klären Sie auch ab, ob das zuständige Elektrizitätswerk entsprechend informiert worden ist.
Bei der Gemeinde gilt es abzuklären, ob in einem konkreten Fall eine Baubewilligung einzuholen ist und ob allenfalls Zuschüsse bezahlt werden.
Wichtig ist auch die Regelung der Finanzierung. Nicht zuletzt können Bauern von Infrastrukturfonds profitieren.

Frage: Wie steht es mit der Versicherung der Solartechnikanlagen in meinem
Gebäude?

Antwort:
Die Frage kann nicht einheitlich beantwortet werden. Je nach Kanton sind die Regelungen unterschiedlich. Für den Kanton Zürich z. B. gilt: Die Gebäudeversicherung versichert Solaranlagen auf Wohnbauten nur, wenn mindestens die Hälfte der produzierten Energiemenge für die versicherte Hauptsache dienen (Gebäude mit eigener Haustechnik, Eigenverbrauch bzw. Selbstversorgung). Grosse Solaranlagen auf Industrie- oder Landwirtschaftsbauten zählen in der Regel als nichtversicherte Betriebseinrichtungen. Dazu zählen auch grosse Solaranlagen auf dem Scheunendach (Solardächer), die überwiegend für Dritte Strom oder Warmwasser erzeugen bzw. aufbereiten. Ebenfalls nicht versichert sind Solaranlagen oder Biogasanlagen, die gemietet, geleast oder im Eigentum eines Contractors sind (Abgrenzungsrichtlinie GVZ zu Gebäude-/Fahrhabeversicherung).

Neue Rahmenbedingungen für Solaranlagen in der Schweiz

Frage:
Soll ich eine geplante Photovoltaikanlage bei swissgrid anmelden, da bekanntlich eine lange Warteliste besteht?

Antwort:
Ja. Erstens weiss man nie, wie sich der Abbau der Pendenzen genau ergibt und zweites muss der Druck auf die Politik dadurch erhöht werden, die Deckelung endlich aufzuheben.
Es ist sinnvoll, sich gleichzeitig über eine Solarstrombörse, durchaus über das lokale Versorgungswerk, zu erkundigen, welche Einspeisevergütung für ein bestimmtes Projekt bezahlt werden kann, ab wann und für welchen Zeitraum.


Frage:

Was bedeutet ein „rückwärtslaufender Zähler“?

Antwort:
Grundsätzlich wird der Strom, den man z. B. über eine Photovoltaikanlage produziert und ins Netz einspeist separat erfasst und derjenige Strom, welchen man in Betrieb und Haushalt verbraucht, wird mit einem anderen Zähler erfasst. Das Bundesamt für Energie empfiehlt neu bei Anschlussfragen einen rückwärtslaufenden Zähler bei Anlagen bis zu 3 kW. Dies bedeutet, dass vom produzierten Strom der selbst verbrauchte abgezählt wird.


Frage:

Wer kommt u.U. als interessierter Geldgeber für eine Photovoltaikanlage in Frage?

Antwort:
Neben der Partnerfirma des Projektes „Solarbauern“, der Firma ADEV in Liestal, gibt es einige Genossenschaften, welche sich auf dem Gebiete der Solartechnik finanziell engagieren.
Auf der Webseite von Swissolar finden Sie solche Namen.
(siehe: www.swissolar.ch)
Neu hat Herr Roger Rhyner im Chablais VD/VS eine Genossenschaft gegründet.


Frage:

Da die Finanzierung von Photovoltaikanlagen zurzeit schwierig ist, lohnt es sich in thermische Anlagen zu investieren?

Antwort:
Gerade auf Bauernhöfen mit Schwergewichten bei der Milchverarbeitung, der Ferkel- und Kükenaufzug, der Schweinemästerei oder der Fischaufzucht, kann sich eine thermische Anlage lohnen. Die Enegiekosten, nicht zuletzt aufgrund der Krise, werden eher steigen. Eine thermische Anlage, z. B. in Verbindung mit einer Pellet- oder Stückholzheizung kann einen Betrieb bei der Bereitstellung von Warmwasser und teilweise bei der Heizunterstützung weitgehend unabhängig von fossilen Ressourcen machen. Betreffend finanzielle Hilfen und Steuerabzugsmöglichkeiten ist es angezeigt, sich über die Gemeinde und den Kanton zu erkundigen, da in der Schweiz ein Unterstützungsdurcheinander herrscht.

 

 
  Dies ist ein Projekt der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES)                  Kontakt