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Solarbauern
 
 


Solarbauern, was ist das?

Dank der Initiative von Mitgliedern aus dem Ra um Zürich der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie, SSES, wurde das Projekt "Solarbauern" gestartet. Dieses ist Bestandteil des übergeordneten Projektes: vom Landwirt zum Energiewirt, welches vom Schweizerischen Bauernverband und weiteren Organi sationen unterstützt wird. Anhand von bestens funktionierenden Anlagen werden den interessierten Landwirtschaftsbetrieben praxisnah die Solartechnik und deren Vorteile näher gebracht.


Landwirtschaftsbetriebe im Fokus der erneuerbaren Energien

Ein moderner Landwirt ist ein Unternehmer. Landwirte müssen sich vermehrt um "ihre" Absatzmärkte kümmern. Neben der eigentlichen Nahrungsmittelproduktion sind sinnvolle Zusatzverdienste für viele Landwirtschaftsbetriebe eine Überlebensnotwendigkeit, für andere ein willkommenes Zusatzeinkommen zwecks Verbesserung der Rentabilität.

Während vieler Jahre hat man die physikalische Erkenntnis, dass Energie nicht geschaffen, sondern nur umgewandelt werden kann, lediglich in Lehrbüchern abgehandelt. Ausser der direkten Nutzung von Holz und zu einem geringen Teil von Kleinwasserkraftwerken wurde auf Bauernhöfen die als "Nebenprodukt" anfallende Energie kaum genutzt. Die Sonne scheint gratis, Bioabfälle sind nicht vermeidbar und deren Nutzung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dazu beigetragen hat das zunehmende Bewusstsein, dass wir unserem Planeten Sorge tragen müssen, aber auch handfeste wirtschaftliche Argumente. Die Solartechnik verbessert sich ständig und führt u.a. dazu, dass die Kosten für die Erzeugung von Strom, aber auch für Wärme dauernd sinken. In vielen Gebieten der Schweiz ist es bereits eine Tatsache, dass der auf dem Dach produzierte Strom mehr oder weniger gleich teuer ist wie derjenige, welcher von einem Energieversorger geliefert wird. Dies fördert u.a. den Eigenverbrauch und die Speicherung. Weitere Fortschritte sind realistischerweise zu erwarten.

Im Folgenden soll auf die Nutzung der Sonnenenergie und das Projekt "Solarbauern" (www.solarbauern.ch) eingegangen werden.


Solar: na klar!

Natürliche Voraussetzungen:

Landwirtschaftsbetriebe eignen sich für die Anwendung der Solartechnik dank grosser Dachflächen, welche oft nicht verschattet sind und auch über eine gute Ausrichtung verfügen. (Südlage, aber auch Ost-West, resp. West-Ost.) Zudem ist meist die Neigung günstig.

Wirtschaftliche Voraussetzungen
Die Nutzung der Sonnenenergie geschieht entweder zur Warmwassererzeugung und zur
Heizungsunterstützung, allenfalls auch zur Heutrocknung (Solarthermik) oder zur Stromgewinnung (Fotovoltaik). Während bei der Solarthermik die Eigennutzung im Vordergrund steht, bietet die Fotovoltaik die Möglichkeit, Strom ins allgemeine Netz einzuspeisen. Zusehens – nicht zuletzt aufgrund von Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen – kann, besser soll, der auf dem eigenen Dach produzierte Strom selbst genutzt werden. Gab es früher noch zwei Zähler, genügt heute einer. Die Verwendung des eigenen Stroms kann zudem durch eine intelligente Zwischenspeicherung gesteigert werden. Die diesbezüglichen Kosten sinken.

Bei der thermischen Anwendung fallen bisherige Energiekosten weg, und die Abhängigkeit von fremden Energielieferanten entfällt oder reduziert sich zumindest.
Je nach Lage und spezifischen betrieblichen Bedingungen ist eine Anwendung beider Techniken sinnvoll.

(Der Vollständigkeit halber sei hier nochmals erwähnt, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen, aber auch lokale Gegebenheiten für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen entscheidend sind. Bitte direkt erkundigen, denn eine Aufzählung in diesem Zusammenhang wäre a) zu lang und b) schnell veraltet.

Erfahrungen des Projektes „Solarbauern“

Das Interesse der Landwirte ist gross.  An die organisierten Tagungen (siehe auf der Webseite: Veranstaltungen) kommen in der Regel zwischen 40 bis 80 Interessenten. Der Besuch ist gratis, benötigt keine Anmeldung und all jene, welche sich für die Solartechnik interessieren, sind willkommen.

Die Tagungen finden jeweils an einem Samstagnachmittag ab ca. 13.30 bis 16.15 statt und schliessen mit einem Apéro.

Stichwortartig wichtige Punkte bei einem Projekt:

  • gründliche Vorbereitung (Planung)
  • Voraberkundigungen, so bezüglich des wahrscheinlich erwarteten physischen Ertrages
  • klare Machbarkeitsstudie
  • Es gibt sogenannte Solarrechner, mit deren Hilfe man eine erste Berechnung (gratis) durchführen kann. (Siehe Swissolar)
  • genaue Erkundigung über die geltenden Vorschriften und Einspeisemöglichkeiten (allenfalls Verlängerung der Stromzuleitung)
  • Offerten einholen, Garantien prüfen, sicherstellen, dass alle Bewilligungen vorliegen, prüfen, ob der verantwortliche Installateur über die notwendigen Bewilligungen betreffend „Elektrik“ hat
  • Zu den Offerten gehören auch Nebenarbeiten, so z.B. die Verstärkung einer Dachstruktur usw.
  • Eine gute Offerte muss sich auf die Zeit einer Anlage beziehen
  • Referenzen einholen
    (PS: Es gelten zusätzlich die übrigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Investition)

Zusammenfassung:

Bei langfristiger Betrachtung können wir nur mit erneuerbaren Energien unseren Energiehunger stillen.
Die Umstellung auf das nachfossile Zeitalter braucht Zeit. Diejenigen, welche rechtzeitig umstellen, werden unabhängig von den Launen der Versorgung mit fossilen Ressourcen.
Die Schweiz hat gute Voraussetzungen für die Anwendung der Solartechnik, nicht zuletzt in nebelfreien Gebieten in den Bergen.
Die Solarenergie ist überall verfügbar und deren Nutzung technisch ausgereift. Eine seriöse, alle Aspekte umfassende Vorbereitung einer Investition ist Voraussetzung für das Gelingen.


 
  Dies ist ein Projekt der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES)                  Kontakt